
Lichtplanung und Lichtdesign für Büros: Lux-Werte, UGR, Tageslicht und circadiane Steuerung, dazu Planungsablauf und Checkliste für dein Projekt.
Bis zu 85 Prozent weniger Energiebedarf für Innenbeleuchtung sind laut licht.de mit moderner Lichttechnik möglich. Das ist ein Potenzial, kein Einsparversprechen für jedes Büro. Vor allem zeigt es: Bei Lichtplanung und Lichtdesign geht's um deutlich mehr als die Auswahl schöner Leuchten.
Eine effiziente Anlage kann trotzdem blenden, Gesichter im Videocall verschatten oder bei ruhiger Bildschirmarbeit plötzlich abschalten. Gute Planung verbindet deshalb Normanforderungen, Tageslicht, Raumgestaltung und Steuerung zu einem geschlossenen Regelkreis. Der endet nicht mit der Montage. Erst im eingerichteten und belegten Büro lässt sich prüfen, ob Berechnung, Bedienung und tatsächliche Nutzung zusammenpassen.
| Tätigkeit oder Raum | Mittlere Beleuchtungsstärke |
|---|---|
| Büroarbeitsplatz: Schreiben, Lesen, Datenverarbeitung | Mindestens 500 lx; bei teilflächenbezogener Beleuchtung darf kein Messwert unter 300 lx liegen. Maßgeblich sind die BAuA-Hinweise zur Arbeitsplatzbeleuchtung. |
| Technisches Zeichnen | 750 bis 1.000 lx als Orientierungsbereich für Aufgaben mit feinen Details, laut der Übersicht zur Beleuchtung am Arbeitsplatz. |
| Besprechungsraum | Nach der Nutzung festlegen: Lesen, Präsentationen und Bildschirmarbeit stellen unterschiedliche Anforderungen. |
| Verkehrswege | Häufig 150 bis 200 lx, laut der Übersicht zur Beleuchtung am Arbeitsplatz. |
| Lagerraum | Häufig 150 bis 200 lx, laut der Übersicht zur Beleuchtung am Arbeitsplatz. |
Die DIN EN 12464-1:2021-11 behandelt Sehleistung und Sehkomfort. Für die Planung zählen daher neben der Beleuchtungsstärke auch Blickrichtung, Lichtverteilung und Sehaufgabe. Die Normwerte sind ein Ausgangspunkt für die Auslegung; die konkrete Raum- und Arbeitsplatzsituation bestimmt, wie sie umgesetzt werden.
Für Schreiben, Lesen und Datenverarbeitung muss die relevante Arbeitsfläche ausreichend beleuchtet sein. Ein heller Lichtfleck unter der Tischleuchte reicht nicht, wenn Dokumente daneben im Schatten liegen. Beim technischen Zeichnen erfordern feine Details höhere Beleuchtungsstärken; auf Verkehrswegen steht die sichere Orientierung im Vordergrund.
Ein Mindestwert ist eine Untergrenze, kein vollständiges Planungsziel. Mehr Licht allein verbessert die Arbeitsbedingungen nicht, wenn Leuchten blenden oder sich auf Bildschirmen spiegeln. Entscheidend ist, dass die Beleuchtung zur Tätigkeit und zur Anordnung im Raum passt.
Besprechungsräume brauchen eine Planung nach Nutzung. Für Bildschirmpräsentationen gelten andere Anforderungen als für Projekträume, in denen Teams großformatige Pläne vergleichen. Eine passende Steuerung ermöglicht unterschiedliche Lichtsituationen, ohne eine der beiden Aufgaben zu benachteiligen.
In der Planung werden diese Fragen gemeinsam betrachtet:
Der Luxwert ist ein Prüfpunkt innerhalb der Planung. Damit die Beleuchtung im Alltag funktioniert, müssen auch Nutzung, Raumaufteilung und spätere Anpassungen berücksichtigt werden.
Lux, UGR und CRI beantworten unterschiedliche Fragen. Wer nur Lux vergleicht, übersieht möglicherweise die störende Leuchte über dem Monitor oder eine Lichtfarbe, unter der Materialien unpassend aussehen. Die Begriffe gehören deshalb getrennt ins Leistungsverzeichnis und gemeinsam in die Qualitätsprüfung.

Die Beleuchtungsstärke in Lux beschreibt, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Als Vergleich eignet sich Regen: Entscheidend ist nicht nur, wie viel insgesamt fällt, sondern auch, welche Fläche wie viel davon abbekommt. Eine Leuchte kann die Tischplatte gut erreichen, während die Wand dahinter dunkel bleibt.
Deshalb werden horizontale und vertikale Flächen getrennt betrachtet. Für Büroarbeitsplätze nennt die ASR A3.4 der BAuA ein bewährtes Verhältnis von vertikaler zu horizontaler Beleuchtungsstärke von mindestens 1:3 und für Räume mit Bildschirmarbeitsplätzen eine Blendungsbegrenzung von UGR höchstens 19, unabhängig vom Beleuchtungsniveau.
Die horizontale Messung hilft bei der Bewertung von Dokumenten und Arbeitsflächen. Die vertikale Betrachtung betrifft Gesichter, Raumbegrenzungen und Kommunikationsflächen. Für Videokonferenzen ist dieser Unterschied unmittelbar sichtbar.
UGR berücksichtigt unter anderem die Leuchtdichte der Leuchten und die Helligkeit ihrer Umgebung. Eine freiliegende Lichtquelle fällt im dunklen Raum stärker auf als vor einer hellen Umgebung. Deshalb lässt sich die Blendungsbewertung nicht allein aus einem Produktetikett auf den fertigen Raum übertragen.
Direktblendung und Reflexionen müssen außerdem getrennt geprüft werden. Eine abgeschirmte Leuchte kann unauffällig wirken und trotzdem als heller Streifen im Display erscheinen. Leuchtenposition, Blickrichtung und matte Oberflächen sind dann oft wirksamer als zusätzliche Dimmung.
CRI, der Farbwiedergabeindex, beschreibt die Wiedergabe von Farben unter einer Lichtquelle. Ähnlich wie beim Vergleich eines Stoffmusters unter verschiedenen Leuchten kann derselbe Farbton unterschiedlich wirken. Bei Farb- und Materialentscheidungen gehören deshalb echte Muster unter die vorgesehene Beleuchtung, nicht nur digitale Ansichten auf den Bildschirm.
| Prüfgröße | Welche Entscheidung sie unterstützt |
|---|---|
| Lux | Lichtverteilung und Beleuchtungsstärke an der Sehaufgabe |
| UGR | Abschirmung, Anordnung und Bewertung relevanter Blickfelder |
| CRI | Auswahl und Dokumentation der Farbwiedergabe |
| Flimmerverhalten | Auswahl von Leuchten, Betriebsgeräten und verträglicher Dimmung |
Flimmerarmes Licht muss auch im gedimmten Betrieb funktionieren. Eine Prüfung nur bei voller Leistung reicht dafür nicht. Dieselben Grundfragen gelten bei der Beleuchtung im Homeoffice, auch wenn die Anlage dort kleiner ausfällt.
Tageslicht hat in deutschen Arbeitsstätten Vorrang vor ausschließlich künstlicher Beleuchtung. Seine Helligkeitsverteilung, Dynamik, spektrale Wirkung und der Sichtbezug nach außen lassen sich durch Kunstlicht nicht vollständig nachbilden, wie die BAuA im Bericht zur Tageslichtnutzung erläutert. Gleichzeitig braucht Tageslicht einen wirksamen Sonnen- und Blendschutz.
Große Fensterflächen sind deshalb noch kein Qualitätsnachweis. Unkontrollierte Einstrahlung kann direkt blenden, sich auf Displays spiegeln und den Raum im Sommer aufheizen. Wer darauf nur mit geschlossenen Behängen und eingeschaltetem Kunstlicht reagiert, nutzt die Fassade nicht sinnvoll.
Ein belastbares Konzept verbindet die Einflussgrößen bereits im Entwurf:
Die Reihenfolge ist wichtig. Erst muss das räumliche Problem verstanden werden, dann wird die Steuerung darauf abgestimmt. Sensoren können eine ungünstige Monitorposition nicht korrigieren.
Angenommen, ein Team arbeitet an einer Westfassade und nutzt die Monitore bis in den späten Nachmittag. Die Bildschirme stehen so, dass sich die tief stehende Sonne darin spiegelt. Der Sonnenschutz reduziert zwar die Einstrahlung, schafft aber nicht in jeder Stellung eine brauchbare Sicht auf den Bildschirm.
Dann reicht es nicht, nur den Behang anders zu programmieren. Auch die Ausrichtung der Tische, die Position der Displays und gegebenenfalls die Sichtachsen müssen geändert werden. Anschließend wird geprüft, wie viel Kunstlicht bei wirksamem Sonnenschutz tatsächlich erforderlich ist.
Planungsgrundsatz: Erst die Ursache von Blendung beseitigen, dann das verbleibende Lichtdefizit ausgleichen.
Bei der Abstimmung gehören auch Leuchtenabstrahlung und Oberflächen dazu. Eine aufgehellte Wand kann den Raum angenehmer wirken lassen, eine ungünstig reflektierende Fläche dagegen neue Störungen verursachen. Fassade, Möblierung, Sonnenschutz und Elektroplanung brauchen deshalb gemeinsame Entscheidungen statt getrennter Freigaben.
Bei 500 lx kann tageslichtweißes Licht mit relativ hohem Blauanteil am Abend unangenehm wirken. Darauf weist die DGUV-Information zur Beleuchtung im Büro hin. Für die Planung zählt deshalb, Lichtfarbe und Helligkeit passend zur Tageszeit und Nutzung einzustellen.
Circadianes Licht berücksichtigt, wie Licht auf die innere Uhr wirkt. Eine sinnvolle Szenensteuerung verbindet Lichtfarbe, Beleuchtungsstärke und Tageslicht mit den tatsächlichen Arbeitszeiten. Eine veränderte Lichtfarbe allein belegt keine gesundheitliche Wirkung.
Die Tabelle zeigt eine mögliche Planungslogik. Die Kelvinbereiche sind Planungsannahmen, keine allgemeingültigen Vorgaben. Die passende Einstellung hängt von Arbeitszeiten und verfügbarem Tageslicht ab. Übergänge sollten schrittweise erfolgen.
| Tageszeit | Lichtfarbe | Beleuchtungsstärke | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Morgen | Neutralweiß bis tageslichtweiß, etwa 4.000–6.500 K | Nach Sehaufgabe und vorhandenem Tageslicht | Tageslicht ergänzen, abrupte Übergänge vermeiden |
| Mittag | Tageslichtweiß als mögliche Einstellung, etwa 5.000–6.500 K | Tätigkeitsbezogen sicherstellen | Konzentrationsarbeit ermöglichen, nicht pauschal maximal aufhellen |
| Nachmittag | Neutralweiß, etwa 3.500–5.000 K, bei Bedarf schrittweise wärmer | Weiterhin nach Sehaufgabe | Lichtfarbe anpassen, erforderliches Arbeitslicht erhalten |
| Abend | Warmweiß, etwa 2.700–3.500 K | Erforderliches Arbeitslicht erhalten | Ruhigere Raumwirkung schaffen, direkte Blendung vermeiden |

Tageslicht sollte bei der Arbeitsplatzplanung Vorrang haben. Kunstlicht kann fehlendes Tageslicht nicht einfach ersetzen. Die Grundlagen zirkadianer Beleuchtung helfen, die Rolle von Lichtfarbe und Tagesverlauf einzuordnen, ohne aus einer bestimmten Leuchte ein Wirkversprechen abzuleiten.
Leuchten mit abstimmbarem Weiß bieten verschiedene Lichtfarben. Für einen nutzbaren Tagesverlauf braucht die Steuerung außerdem Zeitprogramme, sanfte Übergänge und eine Abstimmung mit der tageslichtabhängigen Dimmung. Sonst verändert sich zwar die Lichtfarbe, während das Beleuchtungsniveau nicht zur Tätigkeit passt.
Entscheidend ist die Zeit nach der Übergabe: Wenn Szenen im Alltag unpassend wirken, müssen sich Zeitplan, Übergänge und Bedienung nachjustieren lassen. Eine klare Szenenauswahl ist hilfreicher als ein komplexes Programm, dessen Verhalten niemand erklären kann.
Ein Open Space mit 40 Arbeitsplätzen, Desksharing, zwei Besprechungsinseln, einem Rückzugsraum und einem verbindenden Flur braucht mehrere Lichtzonen. An den Tischen wird gelesen und geschrieben, an den Inseln diskutiert und im Rückzugsraum konzentriert gearbeitet. Die Steuerung sollte deshalb Tätigkeiten, Blickrichtungen und Belegung abbilden.
Beim Desksharing muss die Grundbeleuchtung auch dann passen, wenn Beschäftigte andere Plätze nutzen als am Vortag. Gleichzeitig sollten unbesetzte Bereiche nicht unnötig beleuchtet bleiben. Elektrische Gruppen und Steuerungszonen müssen daher zur möglichen Möblierung passen und bei Veränderungen weiterhin sinnvoll funktionieren.

| Zone oder Szene | Praktische Auslegung |
|---|---|
| Arbeitsplätze | Tageslichtabhängige Regelung mit sinnvoll abgegrenzten Präsenzbereichen |
| Besprechungsinseln | Gesprächs- und Präsentationsszene getrennt schaltbar |
| Videokonferenz | Gesichtsausleuchtung ohne störendes Gegenlicht vom Fenster |
| Rückzugsraum | Eigene Bedienung, die nicht vom angrenzenden Open Space abhängt |
| Reinigung | Bewusst aktivierbare Szene mit anschließendem Rücksetzen |
| Verkehrsfläche | Orientierung unabhängig von einzelnen Arbeitsplatzgruppen sicherstellen |
Bei Videokonferenzen reicht eine gut beleuchtete Tischfläche nicht aus. Für eine klare Darstellung müssen Kameraposition, Fenster, Leuchten und Hintergrund zusammenpassen.
Die Steuerung braucht verständliche Grenzen. Ein Präsenzmelder sollte die benachbarte Besprechung nicht miterfassen, wenn dort eine andere Szene gebraucht wird. Zugleich darf ruhige Bildschirmarbeit nicht als Abwesenheit gelten.
Im 40-Arbeitsplätze-Szenario senkt eine passende Zonierung den unnötigen Betrieb und ermöglicht zugleich Licht, das zur jeweiligen Tätigkeit passt. Die Energieeffizienz der Beleuchtung hängt deshalb nicht nur von der Leuchtentechnik ab: Entscheidend ist auch, ob Regelung, Präsenzbereiche und tatsächliche Nutzung zusammenpassen.
Ein belastbarer Ablauf legt nicht nur fest, wer Leuchten auswählt. Er benennt auch, wer Anforderungen dokumentiert, Steuerungsfunktionen prüft und nach dem Einzug Änderungen veranlasst. Ohne diese Zuständigkeiten bleiben selbst gute Konzepte im Betrieb unvollständig.
Nutzung und Tätigkeiten erfassen.
Welche Sehaufgaben, Bildschirmanteile und Belegungsmuster gibt es tatsächlich, und welche Veränderungen sind absehbar? Typischer Fehler: Die Planung orientiert sich an der Fläche oder der maximalen Platzzahl, nicht an den Arbeitsabläufen.
Raum und Tageslicht analysieren.
Fensterflächen, Orientierung, Sonnenschutz, Raumhöhe sowie Reflexionen von Decken und Wänden bilden die Grundlage für das Konzept. Wird Tageslicht erst nach der Elektroplanung betrachtet, sind Leitungsführung und Leuchtenpositionen womöglich schon ungünstig festgelegt.
Zonen und Anforderungen festlegen.
Jede Zone erhält eine beschriebene Nutzung, passende Beleuchtungsanforderungen und nachvollziehbare Annahmen für spätere Änderungen. Der typische Fehler ist eine einzige Steuerungszone für Bereiche, die zu unterschiedlichen Zeiten und für unterschiedliche Aufgaben genutzt werden.
Lichtkonzept simulieren.
Die Berechnung umfasst horizontale und vertikale Bewertungsflächen sowie relevante Blickrichtungen und mögliche Bildschirmreflexionen. Nur einzelne Punkte in der Raummitte zu prüfen, lässt Randplätze, Abschattungen und die Wirkung an Wänden unberücksichtigt.
Leuchten, Steuerung und Lichtfarbe auswählen.
Lichtverteilung, Dimmung, Sensorpositionen und Bedienlogik müssen zusammenpassen; dafür wird auch beschrieben, was bei manueller Übersteuerung und erneuter Belegung passiert. Häufiger Fehler: Sensoren werden technisch eingeplant, aber nicht auf ruhige Arbeit, Besprechungen oder wechselnde Belegung abgestimmt.
Vor Ort messen und abnehmen.
Die installierte Anlage wird mit einem geeigneten Luxmeter an dokumentierten Messflächen geprüft und mit der Simulation verglichen; ergänzend werden Szenen, Blickfelder und Reflexionen kontrolliert. Eine Abnahme nur anhand von Datenblättern erfasst weder Montageabweichungen noch die tatsächliche Wirkung im eingerichteten Raum.
Nach dem Einzug nachjustieren.
Ein zusätzlicher Prüftermin nach einigen Monaten sollte ausdrücklich beauftragt werden, damit Sensoren, Szenen, Beschwerden und der Reinigungszustand bewertet werden. Der entscheidende Fehler besteht darin, diese Aufgabe zwar zu erwarten, aber weder Verantwortung noch Leistungsumfang festzulegen.

Die Festlegung der Zonen und die Simulation gehören zur Phase Konzept und Planung. Schumm & Rösch entwickelt in dieser dritten Projektphase Büro- und Arbeitskonzepte von der Ideenfindung bis zur Umsetzung, einschließlich Belegungsplanung, Farb- und Materialkonzept, Akustikkonzept, Lichtkonzept, 3D-Visualisierungen und gestalterischer Begleitung.
Für die Umsetzung koordiniert Schumm & Rösch Planung und Bau mit abgestimmtem Innenausbau und festen Ansprechpersonen. Das ist für die Lichtqualität relevant: Andere Tischpositionen, höhere Schränke oder veränderte Oberflächen können eine freigegebene Berechnung überholen.
Eine Änderung der Möblierung ist auch ein Anlass, die Lichtplanung zu prüfen. Der Elektroplan allein beschreibt den späteren Arbeitsplatz nicht vollständig.
Zur Übergabe gehören deshalb ein aktueller Zonenplan, dokumentierte Einstellungen und eine verständliche Bedienbeschreibung. Ebenso wichtig ist ein Änderungsprotokoll, damit später erkennbar bleibt, warum eine Szene oder ein Sensor angepasst wurde.
Im Besprechungsraum blendet die Sonne am Nachmittag auf den Bildschirmen, während die Gesichter am Tisch zu dunkel bleiben. Mehr Lichtleistung allein behebt das selten. Prüfe zuerst, wie Leuchten, Fenster und Sonnenschutz zusammenwirken und ob die Beleuchtung zur tatsächlichen Nutzung des Raums passt.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| Arbeitsplätze wirken trotz Normwert dunkel | Punktuelle Leuchten, die Wände und Gesichter wenig aufhellen | Vertikale Messflächen bei der Abnahme ergänzen und Lichtverteilung korrigieren |
| Blendung auf Bildschirmen | Glänzende Oberflächen und ungünstige Leuchtenanordnung | Blickrichtungen prüfen, Leuchten versetzen und matte Flächen wählen |
| Licht am Abend unangenehm | Unpassend kühle Einstellung bei später Nutzung | Zeitprogramm und Lichtfarbe bei der Szenenprüfung anpassen |
| Hitze am Fensterplatz | Sonnenschutz fehlt oder hält die Wärme nicht ausreichend ab | Verschattung prüfen und gefährdete Plätze gegebenenfalls umsetzen |
Monitore, Schränke und regelmäßige Nutzung können Probleme sichtbar machen, die bei der Abnahme noch nicht auffielen. Eine Nachmessung im genutzten Raum macht Abweichungen greifbar und liefert die Grundlage für gezielte Korrekturen. Meldet das Team eine Störung, helfen Platzangabe, Uhrzeit und konkrete Tätigkeit dabei, die Ursache einzugrenzen.
Vor der Ausschreibung sollten die Entscheidungen fallen, die später nur mit Aufwand korrigiert werden können. Die konkrete Leuchtenauswahl kommt danach.
Offen bleibt häufig die wirtschaftliche Frage: Lohnt sich eine Sanierung mit LED, Sensorik und Lichtmanagement auch organisatorisch? Bei Mietflächen gehören die verbleibende Vertragslaufzeit, die vorhandene Installation und die erwartete Nutzungsdauer der Leuchten auf den Tisch. Wechselnde Belegung, Wartungszugang und ein begrenztes Budget sprechen dafür, notwendige Korrekturen und optionale Komfortfunktionen getrennt zu bewerten.
Lichtplanung und Lichtdesign funktionieren als Regelkreis: Anforderungen festlegen, räumlich übersetzen, im Betrieb prüfen und gezielt verbessern. Mindestwerte bilden dafür die Ausgangsbasis, nicht das gesamte Qualitätsversprechen.
Lege noch diese Woche Nutzungsdaten, Grundrisse und Fensterachsen zusammen. Ergänze die Unterlagen um bekannte Beschwerden, geplante Arbeitsplatzänderungen und vorhandene Steuerungstechnik. Damit lässt sich ein erstes Gespräch mit Schumm & Rösch konkret führen und klären, welche Zonen, Anforderungen und nächsten Prüfungen für dein Büro sinnvoll sind.
Schumm & Rösch stimmt Lichtplanung, Raumgestaltung und Möblierung in ganzheitlichen Büro- und Arbeitskonzepten aufeinander ab. Besuche Schumm & Rösch und starte mit deinen Grundrissen und Nutzungsdaten ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch zur passenden Planung deines Büros.