
In unserem Guide zur New Work Beratung erfährst du Definition, Bausteine, Projektablauf, Kosten und ROI sowie Praxisbeispiele für Startup und KMU.
Montagmorgen, neun Uhr. Das Team ist gewachsen, die Kalender sind voll, und im Büro sucht jede zweite Person einen Platz für konzentriertes Arbeiten. Zwei Kolleg:innen telefonieren gleichzeitig im offenen Bereich, der Workshop am Nachmittag braucht spontan einen Raum, und ein Teil des Teams arbeitet längst hybrid. Trotzdem sieht die Fläche noch so aus wie am ersten Tag der Firmengründung.
Genau in dieser Situation wird New Work Beratung relevant. Nicht als Trendwort, sondern als Übersetzungshilfe zwischen Arbeitsweise, Kultur und Raum. Viele Startups und KMU merken den Bedarf erst dann, wenn Reibung sichtbar wird. Meetings dauern länger, Abstimmungen werden unklar, Rückzug fehlt, und das Büro unterstützt die Arbeit nicht mehr, sondern bremst sie aus.
Die Ausgangslage ist in Deutschland kein Randthema. Im Jahr 2024 nutzen 49 % aller deutschen Arbeitnehmer mobiles Arbeiten mindestens einmal wöchentlich, ein Anstieg von 12 % gegenüber 2023, und 38 % arbeiten regelmässig im Homeoffice. In technologieorientierten Branchen liegt der Anteil bei bis zu 60 %. Das verändert Anforderungen an Flächen, Führung und Zusammenarbeit deutlich (Statista zur neuen Arbeitswelt in Deutschland).
Ein typisches Bild aus dem Mittelstand. Das Unternehmen wächst solide, stellt neue Leute ein und hält an der bestehenden Fläche fest. Niemand will vorschnell umziehen. Also wird improvisiert. Ein zusätzlicher Tisch hier, ein weiterer Call-Platz dort, dazu Homeoffice-Regeln, die eher aus Einzelfallentscheidungen als aus einer Linie entstanden sind.
Für Gründer:innen und Geschäftsführungen fühlt sich das oft paradox an. Die Firma entwickelt sich gut, aber das Büro sendet ein anderes Signal. Es wirkt enger, lauter und unklarer als die eigentliche Unternehmenskultur.
New Work beginnt nicht mit Sitzsäcken oder einer Lounge. New Work beginnt mit der Frage, wie gearbeitet wird. Wer entwickelt Konzepte, wer braucht Fokus, wer koordiniert Projekte, wer spricht den ganzen Tag mit Kund:innen, und welche Aufgaben finden überhaupt noch täglich im Büro statt?
Ein einfaches Beispiel macht den Unterschied sichtbar:
| Situation | Alte Bürologik | New-Work-Denke |
|---|---|---|
| Vertrieb telefoniert viel | Alle sitzen gleich | Telefonzonen und ruhige Rückzugsorte |
| Produktteam arbeitet iterativ | Feste Einzelplätze dominieren | Wechsel zwischen Fokus- und Teamflächen |
| Führung will Kultur stärken | Kultur bleibt abstrakt | Räume machen Zusammenarbeit sichtbar |
Viele Teams verwechseln das Problem zunächst mit einem Platzproblem. Tatsächlich ist es oft ein Passungsproblem. Es fehlt nicht nur Fläche, sondern eine Struktur, die zur tatsächlichen Arbeit passt.
Ein Büro ist kein Lager für Schreibtische. Es ist ein Arbeitswerkzeug.
Gerade bei Startups und KMU fehlt häufig die Zeit, diese Fragen intern sauber zu klären. Die Geschäftsführung sieht das grosse Ganze, HR hört Spannungen im Alltag, Facility kümmert sich um Flächen und Technik, und Teamleitungen haben jeweils eigene Bedürfnisse. Ohne gemeinsamen Rahmen entstehen viele richtige Einzelentscheidungen, die zusammen kein stimmiges System ergeben.
Hier setzt New Work Beratung an. Sie übersetzt unterschiedliche Perspektiven in eine gemeinsame Arbeitslogik. Das hilft besonders dann, wenn hybride Arbeit nicht mehr Ausnahme, sondern Alltag ist.
Praktisch heisst das:
Für viele Unternehmen war Homeoffice zuerst eine schnelle Reaktion. Später zeigt sich, dass daraus eine strukturelle Veränderung geworden ist. New Work Beratung hilft, diese Veränderung nicht nur zu verwalten, sondern sinnvoll zu gestalten.
Sie ist deshalb kein reines Interior-Thema. Sie betrifft Arbeitgeberattraktivität, Zusammenarbeit, Führung und die Frage, wie ein Unternehmen mit begrenzter Fläche sinnvoll wächst.
Der Begriff klingt oft grösser und diffuser, als er im Alltag sein muss. In guter Beratung wird New Work nicht als Ideensammlung behandelt, sondern als konkretes Gestaltungsprinzip für Arbeit, Raum und Organisation.
Die drei klassischen Kernprinzipien lauten Selbstbestimmung, Ganzheitlichkeit und Sinnhaftigkeit. Entscheidend ist nicht die Theorie, sondern was daraus in der Praxis folgt.
Selbstbestimmung bedeutet, dass Beschäftigte innerhalb klarer Leitplanken Einfluss auf Arbeitsort, Arbeitsweise und Tagesstruktur haben. Das ist kein Freifahrtschein für Beliebigkeit. Es ist eine andere Form der Organisation. Teams brauchen dafür Regeln, Räume und Routinen, die eigenverantwortliches Arbeiten unterstützen.
Ganzheitlichkeit schaut nicht nur auf Output, sondern auf den Menschen in seinem Arbeitskontext. Dazu gehören Konzentration, Kommunikation, Regeneration und gesundheitlich tragfähige Bedingungen. Wer den ganzen Tag zwischen Lärm, Unterbrechungen und schlechten Lichtverhältnissen pendelt, arbeitet nicht ganzheitlich, sondern gegen die Umgebung.
Sinnhaftigkeit wird oft zu abstrakt beschrieben. Im Büroalltag heisst sie, dass Mitarbeitende verstehen, wofür sie zusammenkommen, welchen Beitrag ihre Arbeit leistet und warum bestimmte Formate, Flächen oder Regeln existieren.
Die Verbreitung solcher Ansätze ist im Mittelstand längst sichtbar. Laut BDI-Studie nutzen 67 % der deutschen Mittelständler mindestens ein New Work-Element wie flexible Arbeitszeiten, wobei 42 % explizit Selbstbestimmung als zentrales Ziel nennen.
Der Nutzen von New Work Beratung liegt selten in einer einzigen grossen Massnahme. Er entsteht dort, wo mehrere kleine und mittlere Entscheidungen endlich zusammenpassen.
Ein wachsendes Team profitiert typischerweise in vier Bereichen:
Wer das Thema Kultur ernst meint, sollte Belastung mitdenken. Gerade bei leistungsstarken Teams kippt Flexibilität sonst schnell in ständige Erreichbarkeit. Als ergänzende Perspektive auf gesunde Leistung hilft der Beitrag zu Stressmanagement für Leistungsträger, weil er die persönliche Seite moderner Arbeit greifbar macht.
Praxisregel: New Work funktioniert erst dann, wenn Freiheit und Verlässlichkeit gleichzeitig organisiert sind.
Hilfreich ist auch der Blick auf konkrete räumliche Ansätze, etwa in diesen New Work Konzepten für moderne Arbeitswelten. Dort wird sichtbar, wie Prinzipien in Raumtypen, Zonierung und Nutzung übersetzt werden können.
Viele Teams stolpern an denselben Punkten. Drei davon tauchen besonders häufig auf.
Flexibilität wird mit Regellosigkeit verwechselt.
Ohne klare Spielregeln wird das Büro nicht freier, sondern anstrengender.
Raum wird nach Hierarchie statt nach Tätigkeit verteilt.
Dann sitzen Menschen zwar „geordnet“, arbeiten aber unproduktiv.
New Work wird als Kulturprojekt ohne Flächenlogik behandelt.
Dann bleiben die schönsten Leitbilder an der physischen Realität hängen.
Gute New Work Beratung löst genau diese Knoten. Sie verbindet Leitbild, Arbeitsweise und Raum so, dass Entscheidungen nachvollziehbar werden.
Viele Unternehmen suchen zunächst nach einer Einzelleistung. Manche wollen nur ein neues Bürokonzept, andere nur einen Workshop oder nur Unterstützung beim Umbau. In der Praxis zeigt sich aber schnell, dass einzelne Massnahmen nur dann wirken, wenn sie miteinander verzahnt sind.
Eine funktionierende New Work Beratung ähnelt weniger einer Möbelbeschaffung und mehr einem Übersetzungsprozess. Arbeitsweisen werden in räumliche Anforderungen übersetzt. Diese Anforderungen werden in Planung überführt. Danach braucht es Kommunikation, Umsetzung und Begleitung.
Die folgende Übersicht zeigt die typischen Bausteine in kompakter Form.

Am Anfang steht die Richtungsfrage. Was soll die Fläche künftig leisten. Geht es um Wachstum, Hybridarbeit, Kulturstärkung, bessere Auslastung oder darum, ein bestehendes Büro ohne Umzug neu zu organisieren?
Ohne strategische Leitplanken entstehen schöne Entwürfe, aber keine belastbaren Entscheidungen. Eine gute Strategie klärt deshalb zuerst Prioritäten, Zielbilder und Nutzungsszenarien.
Hier wird es konkret. Fachbereiche, Führung, HR und oft auch operative Teams bringen ihre Perspektiven ein. Das verhindert typische Fehlplanungen, etwa wenn Rückzug gebraucht wird, aber nur Kollaborationszonen geplant werden.
Der Nutzen liegt nicht nur in besseren Ideen, sondern auch in höherer Akzeptanz. Durch Mitarbeiterbefragungen und Tätigkeitsanalysen führt eine quantitative Belegungsplanung laut Fraunhofer IBP zu präzisen Raumangeboten, die die Produktivität deutlich erhöhen und die Akzeptanz neuer Arbeitswelten um bis zu 40 % steigern (Fraunhofer IBP zu neuen Arbeitswelten).
Wenn Teams an der Planung beteiligt sind, diskutieren sie später weniger über Symbolik und mehr über Lösungen.
Das ist der Kern für den oft übersehenen ROI. Nicht die Frage „Wie viele Tische passen hinein?“ ist entscheidend, sondern „Welche Tätigkeiten müssen zuverlässig möglich sein?“.
Dabei werden Tätigkeitsprofile, Anwesenheitsmuster und Nutzungsbedarfe in Raumangebote übersetzt. Das kann zu Fokuszonen, Projektflächen, Besprechungsräumen, Telefonboxen, Rückzugsorten oder flexibel nutzbaren Teambereichen führen.
Für viele Unternehmen wird an dieser Stelle auch das Thema Desk Sharing Regeln im Büroalltag relevant. Nicht als Selbstzweck, sondern als organisatorische Antwort auf hybride Nutzung.
Ein neues Büro scheitert selten am Grundriss. Es scheitert an ungeklärten Erwartungen. Wer darf wo arbeiten. Wie werden Flächen gebucht. Was passiert mit bisherigen Gewohnheiten. Welche Regeln gelten für Fokuszeiten, Calls oder Teamtage?
Change Management begleitet genau diese Übergänge. Es schafft Kommunikation, Beteiligung und Verbindlichkeit.
Neue Arbeitswelten brauchen technische Unterstützung. Gemeint sind keine Tool-Sammlungen, sondern sauber abgestimmte Grundlagen. Buchbarkeit, Medientechnik, hybride Besprechungen, digitale Orientierung und funktionierende Infrastruktur.
Technik wird dann gut integriert, wenn sie Nutzung erleichtert statt zusätzlichen Erklärbedarf zu erzeugen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, zuerst zu planen und später zu fragen, wie eigentlich gearbeitet wird. Besser ist die umgekehrte Reihenfolge:
So entsteht kein Flickenteppich, sondern ein belastbares Gesamtsystem. Gerade im Mittelstand ist das wichtig, weil Budgets, Zeit und Umbaufenster meist enger sind als in grossen Konzernen.
Viele Entscheider:innen zögern nicht wegen der Idee, sondern wegen der Unsicherheit beim Ablauf. Wie startet so ein Projekt. Wer muss beteiligt werden. Wann werden Entscheidungen verbindlich. Und wie lässt sich vermeiden, dass das Ganze mitten im Tagesgeschäft stecken bleibt.
Ein typischer Projektablauf ist klarer, als viele annehmen. Er folgt meist einer linearen Logik mit Rückkopplungen an den wichtigen Stellen.
Phase 1: Analyse und Konzeption
Zuerst wird die Ausgangslage aufgenommen. Dazu gehören Fläche, Belegung, Teamstruktur, Arbeitsweisen, technische Voraussetzungen und die Ziele der Organisation. In dieser Phase zeigt sich oft, dass vermeintlich grosse Probleme bereits durch bessere Zonierung oder andere Nutzungsregeln lösbar sind.
Phase 2: Strategie und Design
Jetzt werden Zielbild und räumliche Logik entwickelt. Welche Arbeitsmodi gibt es. Welche Flächen braucht das Unternehmen wirklich. Welche Funktionen sollen sichtbar werden. Das Design folgt der Nutzung, nicht umgekehrt.
Phase 3: Co-Creation und Planung
Hier werden Entwürfe geschärft, Rückmeldungen eingeholt und in realisierbare Planung übersetzt. Diese Phase entscheidet oft über die spätere Akzeptanz. Teams müssen nicht alles bestimmen, aber sie sollten die Logik verstehen und ihre operative Perspektive einbringen.
Phase 4: Implementierung und Rollout
Umbau, Möblierung, technische Ausstattung und interne Kommunikation greifen ineinander. Je besser die Vorbereitung, desto ruhiger der Rollout.
Phase 5: Monitoring und Optimierung
Nach dem Einzug ist das Projekt nicht automatisch fertig. Flächen werden anders genutzt als auf dem Papier. Manche Regeln funktionieren sofort, andere brauchen Nachschärfung.
Ein besonders unterschätzter Hebel liegt in der Bestandsfläche. Viele Unternehmen gehen stillschweigend davon aus, dass echte Verbesserung nur mit grossem Umbau oder Umzug möglich ist. Das stimmt oft nicht. Nur 22 % der deutschen Unternehmen nutzen akustische und lichttechnische Optimierungen als kostengünstige New Work-Interventionen, obwohl diese Massnahmen oft ohne kompletten Umzug realisierbar sind (Grundlagenpapier der Bundesagentur für Arbeit).
Das ist gerade für Startups und Scale-ups wichtig. Wer Schritt für Schritt wächst, braucht keine Alles-oder-nichts-Lösung.
Eine gute Orientierung bietet diese Einordnung zum Wandel der Arbeitswelt im Unternehmensalltag, weil dort sichtbar wird, warum Raumfragen immer auch Organisationsfragen sind.
Für die Praxis hilft folgende Checkliste:
Kleine Eingriffe an Akustik, Licht und Nutzung lösen manchmal mehr als ein grosser Grundrisswechsel.
Die Qualität einer New Work Beratung hängt nicht nur von der Idee ab, sondern stark von der Person oder dem Team, das den Prozess führt. Besonders im Mittelstand ist das entscheidend. Dort braucht es weniger Show und mehr Übersetzungsfähigkeit zwischen Strategie, Raum und betrieblicher Realität.

Ein belastbarer Auswahlprozess beginnt nicht bei schönen Visualisierungen, sondern bei der Methodik. Gute Berater:innen können erklären, wie sie von der Ausgangslage zu einer Empfehlung kommen. Wer nur über Stil, Trends oder allgemeine Kulturversprechen spricht, lässt wichtige Lücken offen.
Hilfreich sind fünf Prüfpunkte:
Statt nur auf Preis und Optik zu schauen, helfen konkrete Fragen im Gespräch. Diese Fragen machen Unterschiede schnell sichtbar.
| Frage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Wie wird die Ist-Situation erhoben? | Zeigt, ob Empfehlungen daten- oder meinungsbasiert entstehen |
| Wer wird in Workshops eingebunden? | Klärt Beteiligungstiefe und Akzeptanzrisiko |
| Wie werden Tätigkeiten in Flächen übersetzt? | Trennt belastbare Planung von reiner Gestaltung |
| Welche Leistungen kommen aus einer Hand? | Verhindert Reibung zwischen Konzept und Umsetzung |
| Wie läuft die Optimierung nach Projektabschluss? | Sichert langfristige Nutzbarkeit |
Eine gute Beratung beantwortet diese Fragen ohne Ausweichmanöver. Sie benennt auch Grenzen offen. Wenn bestimmte Ziele auf der bestehenden Fläche nicht erreichbar sind, sollte das früh gesagt werden.
Gute Berater:innen verkaufen nicht zuerst Möbel oder Bilder. Sie klären zuerst die Arbeitslogik.
Ein weiterer Hinweis liegt im Gespräch selbst. Wer aufmerksam nach Nutzung, Teamstruktur, Reibungspunkten und Entscheidungswegen fragt, arbeitet meistens substanzieller als jemand, der früh Lösungen präsentiert.
Beim Thema Kosten denken viele zuerst an Umbau, Möblierung und Technik. Das greift zu kurz. Der eigentliche wirtschaftliche Hebel liegt oft davor. In der Frage, ob Fläche passend genutzt wird oder ob ein Unternehmen Monat für Monat Geld für ineffiziente Belegung ausgibt.
Die Kostenstruktur einer New Work Beratung besteht meist aus mehreren Bausteinen. Die folgende Infografik zeigt typische Blöcke und eine einfache ROI-Formel.

Diese visualisierten Beispielwerte helfen bei der Einordnung. In realen Projekten variieren Umfang, Tiefe und Reihenfolge je nach Standort, Teamgrösse, Bestandsfläche und Umsetzungsgrad.
Typische Kostenblöcke sind:
Der interessante Teil liegt nicht nur auf der Kostenseite, sondern beim Nutzen. Und genau hier wird New Work Beratung im Mittelstand häufig unterschätzt. Viele Diskussionen drehen sich um Kultur, Motivation oder Arbeitgebermarke. Alles wichtig. Aber die betriebswirtschaftliche Frage lautet zusätzlich: Welche laufenden Kosten entstehen durch schlecht genutzte Fläche?
Dazu passt eine zentrale Beobachtung. 68 % der deutschen Unternehmen verfügen bislang über keine datengestützte Strategie zur Flächenoptimierung, was laut Zukunftsinstitut zu ineffizienten Belegungsplänen und unnötigen Mietkosten führt (Zukunftsinstitut zur Neuerfindung der Arbeitswelt).
Für die ROI-Betrachtung reicht oft eine einfache Denklogik:
| Rechenschritt | Frage |
|---|---|
| 1 | Welche Kosten verursacht die Fläche aktuell laufend? |
| 2 | Welche Teile der Fläche werden falsch, selten oder doppelt genutzt? |
| 3 | Welche Einsparung oder Mehrnutzung entsteht durch bessere Belegungsplanung? |
| 4 | Welche Projektkosten stehen diesen Effekten gegenüber? |
Die in der Infografik gezeigte Formel lautet: ROI = (Nutzen - Kosten) / Kosten * 100 %
Wichtig ist dabei ein nüchterner Blick auf den Nutzen. Dazu können gehören:
Nicht jeder Effekt lässt sich sofort auf den Cent beziffern. Doch gerade die Flächenfrage ist deutlich konkreter, als viele annehmen. Wer bestehende Arbeitsmuster sauber analysiert, erkennt oft schnell, wo Fläche unter Wert genutzt wird.
Praxisbeispiele helfen, das Thema vom Schlagwort zu lösen. Bei Projekten wie TS Steel Trade oder cimt ag zeigt sich gut, worum es in New Work Beratung tatsächlich geht. Nicht um standardisierte Bürobilder, sondern um passgenaue Arbeitsumgebungen, die Identität, Funktion und Wachstum zusammenbringen.
Beispiel 1: Wachstum trifft auf Bestand
Ein Unternehmen wächst, möchte aber nicht sofort den Standort wechseln. Die Herausforderung liegt dann oft nicht in fehlender Fläche allein, sondern in einer Fläche, die noch für eine frühere Teamstruktur gedacht war. Beratung setzt hier meist bei Nutzung, Zonierung und Prioritäten an. Das Ziel ist ein Büro, das konzentriertes Arbeiten, Austausch und hybride Routinen gleichzeitig ermöglicht.
Beispiel 2: Kultur soll räumlich sichtbar werden
Ein anderes Unternehmen will nicht nur effizienter werden, sondern das eigene Selbstverständnis stärker im Raum zeigen. Dann geht es um mehr als Sitzplätze. Materialität, Wegeführung, Besprechungsformate und Rückzugsorte müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass die Kultur im Alltag spürbar wird und nicht nur im Leitbild steht.
Beide Situationen zeigen denselben Kern: Gute Planung beginnt nicht mit Einrichtung, sondern mit dem Arbeitsmodell.
Die folgende Liste hilft bei der Einordnung, ob jetzt Handlungsbedarf besteht.
Wer bei mehreren Punkten innerlich nickt, braucht meist keine noch längere Grundsatzdebatte. Dann ist der richtige nächste Schritt eine saubere Bestandsaufnahme mit klaren Zielen, Beteiligung der relevanten Teams und einem Blick auf Nutzung, Fläche und Wirtschaftlichkeit zugleich.
Wer die eigene Arbeitswelt nicht nur schöner, sondern auch funktionaler und wirtschaftlicher entwickeln will, findet bei Schumm & Rösch Unterstützung von der Machbarkeitsstudie bis zur Umsetzung. Das Studio begleitet Startups, Scale-ups und KMU dabei, Büroflächen so zu gestalten, dass Kultur sichtbar wird, Prozesse passen und Räume mit dem Unternehmen mitwachsen.